„Fadenrichtung“ ist ein in der Druck- und Verlagsbranche gebräuchlicher Begriff, der die Ausrichtung der Papierfasern beschreibt. Die Faserrichtung gibt an, wie sich die Papierfasern während der Produktion ausrichten, wodurch das Papier in einer Richtung stabiler und flexibler wird.
Gedruckte Produkte wie Bücher, Zeitschriften und Broschüren hängen hinsichtlich Qualität und Haltbarkeit maßgeblich von der Faserrichtung des Papiers ab . „Mit der Faserrichtung“ bezeichnet eine Ausrichtung, bei der die Papierfasern parallel zur kürzeren Seite – der sogenannten Faserrichtung – verlaufen. „Gegen die Faserrichtung“ beschreibt hingegen eine andere Situation, bei der die Fasern parallel zu beiden Seiten verlaufen – also entgegen der Faserrichtung.
Die Wahl der richtigen Faserrichtung ist beim Gestalten und Drucken einer Publikation von entscheidender Bedeutung. Der Druck mit Faserrichtung wird oft bevorzugt, da er optimale Falt- und Bindungseigenschaften bietet. Die Falzrichtung ermöglicht ein leichteres Falten, wodurch die Seiten dauerhaft flach liegen und das Produkt seine Form behält. Darüber hinaus verringert der Druck mit Faserrichtung das Risiko von Rissen und Brüchen, da die Fasern eine ausgezeichnete Zug- und Biegefestigkeit aufweisen.
Beim Drucken von Publikationen ist es in der Praxis entscheidend, die Faserrichtung des Papiers zu berücksichtigen und das Design entsprechend anzupassen. Das bedeutet, Elemente wie Linien, Rahmen und Schriftarten daran auszurichten. Durch das Verständnis und die Berücksichtigung dieses Aspekts können Druckereien und Verlage qualitativ hochwertigere und langlebigere Druckerzeugnisse herstellen.

